Die polnische Regierung hat vor kurzem einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der die Mindestabstände zwischen Windparks an Land und Wohngebieten verringern und gleichzeitig die Genehmigung und Überwachung von Projekten in der Nähe von Nationalparks und Naturschutzgebieten stärken soll. Der Entwurf, der noch der endgültigen Zustimmung des Parlaments bedarf, zielt darauf ab, die eingegangenen Verpflichtungen zum Ausbau erneuerbarer Energien bis 2023 umzusetzen.
Klimaministerin Paulina Hennig-Kloska bestätigte, dass das Kabinett dem Entwurf zugestimmt habe. Mit der politischen Änderung wurde den achtjährigen Beschränkungen der Onshore-Windenergie, die von der vorherigen Regierung der Partei Recht und Gerechtigkeit auferlegt worden waren, ein Ende gesetzt. Im Jahr 2024 würden erneuerbare Energien 30 % der polnischen Stromerzeugung ausmachen, wobei die installierte Windkraftleistung bei etwa 11 GW liegen würde. Der polnische Windenergieverband geht davon aus, dass die neuen Vorschriften die Onshore-Windkraftkapazität des Landes bis 2040 auf 41 GW steigern werden.