Am 23. März ordnete der britische Energieminister Ed Miliband eine dringende Untersuchung des Stromausfalls an, der durch einen Brand in einem Umspannwerk verursacht worden war und zur Schließung des Flughafens Heathrow führte. Das britische Ministerium für Energiesicherheit und Netto-Null erklärte, die vom Nationalen Energiesystembetreiber (NESO) geleitete Untersuchung ziele darauf ab, ein „klares Verständnis“ des Vorfalls und seiner Auswirkungen auf die Energieresilienz Großbritanniens zu erlangen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden.
Am 21. März brach im Umspannwerk North Head im Westen Londons, das den Flughafen Heathrow mit Strom versorgt, ein Feuer aus. Dies führte zur Annullierung Tausender Flüge weltweit und zur Gefangenschaft zahlreicher Passagiere. Der Flughafen wurde außerdem mit Notstromdieselgeneratoren und Batterien zur unterbrechungsfreien Stromversorgung ausgestattet, um die Stromversorgung sicherheitskritischer Systeme wie Flugzeuglandesysteme sicherzustellen. Als jedoch im Umspannwerk ein Feuer ausbrach, waren sowohl das Umspannwerk als auch das Ersatzumspannwerk außer Betrieb.
Der Flughafen Heathrow gab am 23. März bekannt, dass er am Samstag den „vollen Betrieb“ wieder aufnehmen werde. Es seien mehr als 1.300 Flüge geplant und mehr als 250.000 Passagiere würden den Flughafen passieren.
Der Flughafen fügte in einer Erklärung hinzu: „Wir begrüßen die Ankündigung der Regierung, die Ursachen und die Reaktion auf den Stromausfall außerhalb des Flughafens zu untersuchen. Außerdem haben wir eine Überprüfung der Reaktion von Heathrow eingeleitet, die von der ehemaligen Verkehrsministerin Ruth Kelly geleitet wird.“
Nach Angaben des Scottish Southern Power Network kam es in über 63.000 Haushalten aufgrund des Brandes zu Stromausfällen und rund 150 Menschen mussten aus den umliegenden Häusern evakuiert werden.
Scotland Yard teilte mit, dass Beamte der Anti-Terror-Einheit „die Ermittlungen leiten“, der Vorfall jedoch derzeit nicht als verdächtig angesehen werde.
Miliband sagte, er habe die Untersuchung in Auftrag gegeben, um „ein tieferes Verständnis der Lehren zu entwickeln, die jetzt und in Zukunft über die Energieresilienz kritischer nationaler Infrastrukturen gezogen werden müssen“.
NESO, das das britische Stromnetz betreibt, wird seine ersten Ergebnisse voraussichtlich innerhalb von sechs Wochen der Stromregulierungsbehörde Ofgem und der Regierung vorlegen.