Die kanadische Regierung hat kürzlich ihre Unterstützung für das Cedar LNG-Projekt angekündigt, ein Joint Venture zwischen der Haisla Nation und dem kanadischen Energieinfrastrukturunternehmen Pembina Pipeline Corporation. Das Projekt sieht den Bau einer schwimmenden Flüssigerdgasanlage (FLNG) mit einer jährlichen Produktionskapazität von 3,3 Millionen Tonnen auf dem traditionellen Territorium der Haisla-Nation an der Westküste Kanadas vor. Laut Innovation, Science and Economic Development Canada wird es sich bei dem Projekt um das größte Infrastrukturprojekt in Kanada handeln, das sich mehrheitlich im Besitz der Aborigines befindet.
Lisa Baiton, Präsidentin und CEO der Canadian Association of Petroleum Producers (CAPP), betonte, dass Kanada an einem wirtschaftlichen Scheideweg stehe und die Energiebranche eine grundlegende Rolle bei der Förderung neuer Investitionen und der Schaffung gut bezahlter Arbeitsplätze spielen sollte. Sie forderte die Regierung auf, Hindernisse für den Infrastrukturbau zu beseitigen, das Genehmigungsverfahren für Projekte zu vereinfachen und die Entwicklung von Technologien zur Emissionsreduzierung fortzusetzen, um ihre Führungsrolle im Umweltschutz zu stärken.
Die kanadische Regierung stellt dem Cedar LNG-Projekt über den Strategic Innovation Fund (SIF) finanzielle Unterstützung in Höhe von bis zu 200 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Die Gesamtinvestition für die schwimmende Flüssigerdgasanlage (FLNG) beträgt 5,963 Milliarden US-Dollar. Energie- und Rohstoffminister Jonathan Wilkinson sagte, die Unterstützung zeige das Engagement der Regierung für die wirtschaftliche Aussöhnung mit den Ureinwohnern und stelle gleichzeitig sicher, dass das Projekt mit den nationalen Klima- und Umweltzielen im Einklang stehe.
„Das Cedar LNG-Projekt ist ein Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen Industrie, indigener Bevölkerung und Regierung, die der Welt kohlenstoffarmes, kostengünstiges Flüssigerdgas aus Kanada liefern wird“, sagte Scott Burrows, Präsident und CEO der Pembina Pipeline Corporation. Das Projekt soll während der Bauphase rund 300 Vollzeitarbeitsplätze schaffen und während der Betriebsphase jährlich 85 Millionen US-Dollar zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beitragen.